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Viren
Das Wort Virus stammt aus dem lateinischen und
bedeutet soviel wie Schleim, Gift.
Viren können sich ausschließlich im
Inneren einer lebenden Zelle vermehren. Deshalb werden sie auch Zellparasiten
genannt. Viren sind nicht zur Selbstvermehrung befähigt. Die
Krankheitserreger dringen in eine sogenannte Wirtszelle ein, schleusen ihre
Nukleinsäurestruktur in dieselbe ein, welche den Wirt zum Nachbau des
Virusmodells zwingt. Aufgrund dieser Tatsache vermehrt sich das Virus nicht
selbst, sondern die befallene Zelle bildet Virussubstanzen, die viele
Virusteilchen bilden und damit das Virus vermehren.
Das Vermehrungsprinzip ist in fünf Phasen
eingeteilt:
- Adsorption: Das Virus heftet sich an passende
Rezeptoren der Zelloberfläche mittels RDE, das ist ein Enzym,
an.
- Penetration: Das Eindringen des Virus erfolgt
nun druch Pinozytose.
- Organisation: In dieser Phase werden die
Virusteile zerlegt, bis zum Freiwerden der Nukleinsäure. Diese schaltet den
Energiestoffwechsel der Wirtszelle um und organisiert die Synthese von
Virusvorstufen. In diesem Stadium ist der in der Zelle eingedrungene Virus nicht
nachweisbar.
- Maturation: Nun entstehen durch
Zusammenfügen von Virusnukleinsäuren und Virusproteinen wieder voll
infektionsfähige Viren.
- Liberation: Diese Viren verlassen nun die Zelle
und können neue befallen.
Die Folgen:
- Der Zelltot tritt duch blockieren der
Synthesenvorgänge innerhalb der Zelle ein
- Der Virus führt zu einer ungehemmten
Zellteilung und wird in die Erbinformation des Wirtes eingebaut und auf
Tochterzellen
weitervererbt.
Aktive und passive
Immunisierung
- Aktive:
Wenn
man einen Menschen einmal geringfügig infiziert, erreicht er Jahre, oft ein
Leben lang den Zustand der Immunität. So regt man den Körper aktiv zur
Bildung von Antikörper an. Dies kann nicht nur mit abgeschwächten,
sondern auch mit abgetöteten Erregern bezwecken.
- Passive:
Wenn
ein Mensch bereits infiziert ist, ist es für die aktive Immunisierung zu
spät. Hierbei wird dem Kranken ein Blutserum geimpft, dass vorher gegen den
Erreger resistent gemacht wurde. Der Organismus hat nichts mehr zu tun, denn das
Serum ist schon mit Antikörper angereichert, das den Krankheitserreger
vernichtet. Dieser Schutz hält
allerdings nur 3 – 4 Wochen. Hierbei gibt es auch eine natürliche
Form, die sogenannte „angeborene Immunität“. Jedes Kind ist bei
der Geburt gegen einige Krankheiten wie Scharlach, Masern immun. Es hat die
Abwehrstoffe von der Mutter „geerbt“. Diese Form der Immunität
verschwindet aber nach einigen Monaten wieder.
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